Fenster Haustüren Markisen und Glas seit 1971

 Wartung & Pflege der Fenster und Türen

Um Ihnen als Nutzer lange Jahre der Zufriedenheit mit Ihren neuen Bauelementen
zu gewährleisten, erhalten Sie nachstehend einige Hinweise und Informationen zum
richtigen Umgang, zu Wartung und Pflege und zu eventuellen Problembereichen
rund um Ihre neuen Fenster.

Fenster sind Gebrauchsgegenstände für die zunächst Gewährleistung im Rahmen der
Vereinbarung oder der gesetzlichen Regelungen übernommen wird. Zur Erhaltung von
Nutzungssicherheit und Gebrauchstauglichkeit ist - beginnend bereits während der
Gewährleistungszeit - eine regelmäßige Kontrolle, Pflege, Wartung und Instandhaltung
erforderlich. Diese Aufgaben sind nicht Bestandteil der vertraglichen Leistung des
Fensterlieferanten. Die Instandhaltung - insbesondere der dem normalen Verschleiß
ausgesetzten Teile Ihrer Fenster - ist Ihre Aufgabe.

Voraussetzung für eine umfassende Gewährleistung und auch Produkthaftung ist
zusätzlich zur Instandhaltungs- und Werterhaltungsmaßnahmen eine bestimmungsmäßige
Verwendung der Bauteile.


Bauphase

Schon während der Bauphase ist auf einen schonenden Umgang bzw. besonderen
Schutz der Fenster zu achten.

Lackierte Oberflächen sind durch geeignete Schutzmaßnahmen vor Kontakt mit Mörtel
oder Putz zu schützen.

Achten Sie bei Holzfenstern darauf, daß Sie nur Klebebänder verwenden, die mit Wasser
verdünnbaren Acryl-Lacken verträglich sind (Gefahr von Lackabriss) wie z. B. TESA 4438
oder 4838. Klebebänder sollten Sie innerhalb von 2 Wochen wieder entfernen.

Gelangt Putz oder Mörtel auf die Oberfläche, sollte dieser in jedem Fall sofort entfernt werden.

Besonders problematisch ist eine hohe Luftfeuchtigkeit durch Austrocknen der Bauteile
(Beton, Putz, Estrich etc.). Baufechte muß ablüften können (Gefahr von Lackschäden und
Schimmelbildung).

Zur Kennzeichnung von Isoliergläsern sind Etiketten notwendig. Die Entfernung dieser Etiketten
hat bei der Grobreinigung der Fenster durch den Verarbeiter bzw. Endabnehmer zu erfolgen.

Etwaige Verunreinigungen der Glasoberflächen, bedingt durch Einbau und Verglasung sowie
Aufkleber und Distanzplättchen, können mit einem weichen Schwamm oder einem
Kunststoffspachtel und viel warmer Seifenlauge vorsichtig abgelöst werden. Alkalische Baustoffe
wie Zement, Kalkmörtel o.ä. müssen, solange sie nicht abgebunden haben, mit viel Wasser
abgespült werden.


Achtung !

An Glas niemals Reinigungsmittel mit Scheuer- oder Schürfbestandteilen oder Glashobeln,
Rasierklingen, Stahlspachtel und andere metallische Gegenstände verwenden.

Reinigungsgegenstand und -flüssigkeit häufig wechseln, um zu vermeiden, daß abgewaschener
Schmutz, Staub und Sand wieder auf die Glasfläche gelangen und diese verkratzen können.
Rückstände bedingt durch das Glätten von Versiegelungsfugen müssen sofort entfernt werden,
da sie im ausgetrockneten Zustand nahezu nicht mehr beseitigt werden können.


Wartungs- und Pflegeintervalle in der Wohnphase

Die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen sollten - je nach Belastungssituation - mindestens
zweimal jährlich durchgeführt werden.


Reinigung

Verwenden Sie für die Reinigung der Bauteile neutrale Allzweckreiniger. Reiniger, die aggressive
Stoffe, Lösungsmittel oder Scheuermittel enthalten, dürfen nicht verwendet werden, da diese die
Oberfläche beschädigen können.

Bei Aluminium-Profilen sollten diese mindestens einmal jählich mit einem weichen Schwamm oder
einen Tuch unter Zusatz eines neutralen Netzmittels (z.B. Spülmittel) abgewaschen und danach
abgeledert werden. Entwässerungsöffnungen stellen sicher, daß Niederschlagswasser kontrolliert
nach außen abgeleitet wird. Prüfen Sie daher jährlich, daß die Öffnungen durchgängig und
funktionsfähig bleiben.


Holzfenster-Oberfläche

Der Anstrich unterliegt je nach Gebäudelage und baulichem Schutz der Fenster unterschiedlichen
Bewitterungs- und Umwelteinflüßen, weshalb regelmäßige Überprüfungen, insbesondere der
äußeren Oberflächen unerläßlich sind. Der Einsatz von Spezialreinigern und von Pflegemittel läßt
die Holzoberfläche immer frisch aussehen, schützt sie zusätzlich vor Witterungseinflüssen und
verlängert Renovierungsintervalle und Lebensdauer der Fenster. Ein Renovierungsanstrich - meist
nur in den stärker bewitterten Teilbereichen der Fenster erforderlich - kann bei lasierenden
Beschichtungen nach ca. 2-3 Jahren, bei deckenden Beschichtungen nach ca. 4-5 Jahren
notwendig werden.

Dabei ist die vorhandene Altbeschichtung zu reinigen und mit Schleifpapier oder Schleifvlies
soweit abzuschleifen, daß lose oder abgewitterte Stellen bis auf einen tragfähigen Untergrund
entfernt sind. Durch mehrmaliges Überstreichen kann eine längere Haltbarkeit des Anstrichs
erreicht werden. Die Silikonfase zur Glasabdichtung, die Beschläge und Wetterschutzschienen
bzw. alle beschichteten oder eloxierten Aluminiumteile dürfen dabei nicht überstrichen werden.

ACHTUNG !
Je nach Oberflächenzustand ist auch ein komplettaufbau der Oberfläche nötig bestehend
                     aus konditionieren, verfüllen der Stoßfugen, grundieren und eventl. 2 maliges lackieren
                     der Holzoberflächen. Bei jedem Arbeitsgang ist ein Zwischenschliff erforderlich


Dichtungen

Ihre Fenster sind mit wartungsfreien Dichtungsprofilen ausgestattet. Sie sollten jährlich auf
einwandfreien Sitz und Dichtfunktion geprüft werden. Diese Dichtungen dürfen nicht überstrichen
werden. Falls die inneren Fälze nachgestrichen werden sollen, sind dazu die Dichtprofile auszubauen.


Beschläge

Zur dauerhaften Gewährleistung einer einwandfreien Funktion haben ihre Fenster hochwertige
Beschläge, sodaß sie von hohem Bedienungskomfort und langer Nutzungsdauer ausgehen können.

Um die Leichtgängigkeit dauerhaft zu erhalten, sind die zugänglichen beweglichen Beschlagteile
einmal jährlich zu ölen oder mit säurefreien Schmierstoffen zu fetten. Sicherheitsrelevante Beschlagteile
sollten auf festen Sitz und auf Verschleiß geprüft werden.


Lüften

Neue Fenster zeichen sich durch eine besonders hohe Dichtigkeit aus. Dadurch gewährleisten sie
eine optimale Wärmedämmung und eine energiesparende Beheizung Ihrer Wohnräume.

In geschlossenem Zustand verhindern sie weitgehend unkontrollierten Luftaustausch und
Zugerscheinungen zwischen innen und außen. Um Feuchteschäden zu vermeiden, bedarf es
deshalb einer kontrollierten Lüftung.


Wie aber lüften Sie richtig?

1. Morgens alle Räume 10-15 Minuten(vor allem das Schlafzimmer, das Bad und die Küche)
lüften.
2. Im Laufe des Tages je nach Feuchtigkeistanfall mehrmals lüften.
3. Die Fenster sollten nicht nur gekippt, sondern ganz geöffnet werden, damit durch die
Stoßlüftung ein intensiver Luftaustausch in kürzester Zeit garantiert wird.
4. Während der Lüftung die Heizung abdrehen.
5. Die Raumtemperatur nicht unter 15°C absinken lassen.
Sie sollten Ihre Lüftungsgewohnheiten der Jahreszeit anpassen ! Bei Temperaturen um 0° C° beträgt die relative Luftfeuchte nur 20 % . Der Luftaustausch bzw das abführen der feuchten Raumluft findet im Winter daher schneller statt wie im Sommer. Wir empfehlen daher eine max. 10 min Lüftung Morgens und Abends.
Wenn Sie so lüften, sparen Sie beim Heizen und dienen Ihrer Gesundheit.

Für eine bedarfsgerechte Lüftung sorgt ein Digitaler Hygrometer, möglichst in der Preisklasse
ab 40,00 €. Ab einem Wert von 55% realativer Luftfeuchte im Raum sollte gelüftet werden
bis ein Wert von ca. 40% erreicht wird. Auf eine ausreichende Querlüftung ist zu achten!

 Während der Bauphase sind zusätzliche Lüftungsmaßnahmen notwendig!

Beim Fensteraustausch in Altbauten ist in der Regel eine deutliche Änderung der Lüftungsgewohnheiten
erforderlich. Während bei den alten und undichten Fenstern ein ständiger (zum Teil ungewollter
und unnötiger) Luft- und damit Feuchteaustausch stattfand, muss bei neuen und dichten Fenstern
durch gezieltes und bedarfsgerechtes Öffnen (Stoßlüftung) der Luftaustausch bewusst herbeigeführt
werden, womit gleichzeitig Feuchtigkeit und Geruchsstoffe abgeführt werden und - im Vergleich zur
anhaltenden Kippstellung - Energie gespart wird.


Gelegentliche Problembereiche

Glasbruch

Glasbruch bei Flachglas (auch bei Wärmeschutz-Beschichtung) ist ein zufälliges, in der Regel durch
äußere Einflüsse entstandenes Ereignis, daß nicht unter die Gewährleistung fällt und das gegen
entsprechende Prämien in der sogenannten Glasversicherung versichert werden kann.

Ein "schlechte Qualität" in dem Sinne, daß das eingesetzte Glas Eigenspannungen hat, die später
zum Bruch führen, gibt es nicht, da sich solche Scheiben bei der Produktion nicht schneiden ließen.

Durch bestimmte Vorgänge oder Tätigkeiten kann die Glasbruchgefahr wesentlich erhöht werden,
z.B. durch Bemalen, Beschichten, Bekleben, Hinterlegen von Scheiben, dichtes Heranrücken von
Einrichtungsgegenständen, Anbringen von Rollos oder Jalousien in sehr geringem Abstand und ohne
Hinterlüftung.


Kondenswasser auf Isolierglas

Kondensation (Niederschlag des Wasserdampfes) tritt dann auf, wenn feuchte Luft auf kalte
Oberflächen trifft. Die feuchte Luft kühlt sich ab. Da kalte Luft bekanntlich weniger Feuchtigkeit
aufnehmen kann, bildet der überschüssige Anteil der Luftfeuchtigkeit einen Beschlag an der Oberfläche.

Der Beschlag kann an der Innenseite und an der Außenseite des Fensters auftreten. Dabei tritt raumseitig
die Tauwasserbildung im Glasrandbereich zuerst auf; auf der Außenseite zuerst in der Glasfläche.
Diese Erscheinung ist physikalisch bedingt und stellt somit keinen Reklamationsgrund dar.


Kondenswasserbildung im Falz

Durch geringe, aber zulässige Undichtheiten zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen kann
feucht beladene Raumluft in den Falzbereich eindringen und bei den dort vorliegenden Temperaturen
kondensieren. Kurzzeitig auftretende Kondensatbildung ist unschädlich und zulässig. Eine andauernde
Kondensatbildung führt zu einer Feuchtbelastung, was insbesondere bei Holzfenstern zu Problemen
führen kann, und im Extremfall zum Wachstum von Schimmelpilzen. Bei sehr niedrigen
Außentemperaturen kann dann auch eine Eisbildung im Fensterfalz auftreten. Bei Haus- oder
Schiebetüren mit Metallschwellen ist raumseitig eine Kondenswasserbildung nicht auszuschließen.

Sofern das Problem durch eine verstärkte kontrollierte Lüftung und das Entfernen des Schimmels
über einen längeren Zeitraum nicht gelöst werden kann, ist eine genauere Untersuchung der Ursachen
erforderlich, z.B. durch einen Bauphysiker. Am wirkungsvollsten ist eine am Fenster unabhängige
mechanische (Ent-)Lüftungsanlage.


Undichtheiten bei extremer Belastung

Fenster haben definierte Eigenschaften im Hinblick auf Luftdurchlässigkeit bei geschlossenem
Flügel ("Fugendurchlässigkeit") und auf Wasserdichtheit ("Schlagregendichtheit"), wofür in
entsprechenden Normen verschiedene Klassen gebildet sind. Extreme Ereignisse, insbesondere
Stürme mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten oder das Spritzen gegen das Fenster mit dem
Wasserschlauch oder gar Hochdruckreiniger, stellen außerplanmäßige Belastungen dar, denen
Fenster nicht widerstehen können oder müssen. Ein erhöhter Luftdurchgang oder Wassereintritt
stellt in einem solchen Fall keinen Mangel dar.

Die vorliegenden Wartungs- und Pflegeinformationen für Fenster sind nach bestem
Wissen und Gewissen auf dem derzeitigen Stand der Technik erstellt. Sie stellen
allerdings eine Empfehlung dar. Aus dieser Empfehlung können weder Gewährleistungs-
noch sonstige einklagbare Ansprüche abgeleitet werden. Eine Haftung von der HEBAR GmbH ist ausgeschlossen